Sonntag, 25. Juni 2017
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Welches Behandlungsangebot ist angemessen?


Der Frage: "Welches Behandlungsangebot ist für welchen Suchtkranken in der jeweiligen Situation angemessen und effektiv?" wird durch die unterschiedlichen Behandlungsformen in unserem Hause Rechnung getragen. Die Behandlungsformen richten sich hierbei nach den individuellen Problem- und Indikationsstellungen und sind im Folgenden beschrieben:

 

    

Stationäre Therapie


Erstbehandlung 8 - 16 Wochen


Die stationäre Entwöhnungsbehandlung soll zunächst einmal Halt und Abstand zu den häufig konflikthaften Lebensfeldern (Arbeit, Familie, Partnerschaft, usw.) schaffen, um der/dem Hilfesuchenden zu ermöglichen, sich zu stabilisieren und neue Ziele und Perspektiven zu erarbeiten. Die stationäre Behandlung ist bei vielen Betroffenen ein notwendiger Schritt, da sie in der Regel den Endpunkt einer langjährigen Abhängigkeitsentwicklung darstellt. Die Aufnahme erfolgt auf einer von vier Therapiestationen, in denen max. 12 PatientInnen eine therapeutische Gemeinschaft bilden.

 

    

Ganztägig Ambulante Behandlung


Tagesklinik 8 - 16 Wochen


Das ganztägig ambulante Behandlungsangebot richtet sich an Menschen, die eine intensive suchtspezifische Therapie benötigen, bei denen eine vollstationäre Behandlung jedoch nicht  bzw. nicht mehr erforderlich ist. Die tagesklinische Behandlung setzt im weitesten Sinne ein tragfähiges, unterstützendes soziales Netz sowie eine entsprechende Mobilität voraus. Die tagesklinischen PatientInnen nehmen am gesamten Therapieangebot der Klinik teil, verbringen die Zeit nach Therapieschluss (ca. 16:00 - 17:00) jedoch in ihrem häuslichen und alltäglichen Umfeld und schlafen auch zu Hause. Dies gibt den Betroffenen die Möglichkeit, zeitnah Therapiefortschritte ins reale Bezugssystem zu übertragen, sowie auftretende Schwierigkeiten in der Bezugsgruppe zu besprechen.

 

    

Wiederholungsbehandlung


Stationäre Rückfallbehandlung


Dieses Therapieangebot richtet sich an Menschen, die nach einer erfolgten stationären/ganztägig ambulanten Entwöhnungsbehandlung rückfällig geworden sind, jedoch grundlegende Kenntnisse über die Mechanismen ihrer Suchterkrankung besitzen. Ziel ist es, nicht mehr "ganz von vorne" beginnen zu müssen, sondern individuell die Hintergründe der Abstinenzunterbrechung verstehen zu lernen, um alternative Bewältigungschancen aufbauen zu können.
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 6 - 8 Wochen.

 

    

Kombinationsbehandlung


ganztägig-ambulant /stationär-ambulant


Der Zeitraum für eine Kombinationstherapie erstreckt sich über insgesamt 34 Wochen und gliedert sich in eine 8-wöchige stationäre oder ganztägig ambulante und eine anschließende 26-wöchige ambulante Rehabilitationsphase. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an die Menschen, die grundsätzlich von einer ambulanten Behandlung profitieren können, bei denen jedoch im Vorfeld eine stationäre/tagesklinische Intensivphase notwendig erscheint. Die Intensivphase soll hierbei ermöglichen, im schutzgebenden Rahmen spezifische Problemstellungen zu erörtern und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, um diese in der anschließenden ambulanten Phase stabilisieren zu können.

 

    

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